Jahreszeitliche Arbeiten im Weinberg

Wenn wir das Jahr beginnen, fängt der Rebschnitt an. Hier werden die 8 bis 12 Reben auf eine zurückgeschnitten und das Holz aus dem Drahtrahmen entfernt. Danach werden die Reben an den Biegedrähten befestigt. Diese Arbeit nennt man Gerten & Biegen. Diese Arbeiten sollen bis Mitte April abgeschlossen sein.

Im März öffne ich die Erde, um verschiedene Pflanzen einzusäen (Erbsen, Fenchel, usw). Bei dieser Arbeit kombiniere ich folgende Arbeiten: Abräumen unter den Stöcken, Tiefenlockerung, Fräsen, Säen und Packen. Da wir keine mit hohem Energieaufwand hergestellten, leichtlöslichen Dünger verwenden, erhöhe ich mit dieser Maßnahme die natürliche Bodenfruchtbarkeit.

Während des Austriebs der jungen Reben, ab Ende Mai, werden überschüssige Triebe entfernt. Dies nennt man Ausbrechen. Um sich diese Arbeit zu erleichtern, fahre ich mit einer Rotorbürste an den Stöcken entlang, um den Stamm zu putzen. Da wir im ökologischem Weinbau keine Herbizide (Unkrautvernichter) einsetzen, wird bei dieser Arbeit gleichzeitig der Bewuchs unter den Stöcken klein gehalten.

Den Sommer über werden in bestimmten Abständen die Reben gespritzt. Da wir keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel einsetzen, kommen hier Steinmehle, Pflanzenöle, Carbonate, (Backpulver), Schwefel usw zum Einsatz.

Auf dem Boden werden nun die Kräuter gemulcht und umgebrochen, damit der von den Leguminosen (Erbsen, Wicken, Bohnen) aus der Luft gespeicherte Stickstoff der Rebe zur Verfügung steht und zum Wachstum, bzw. der späteren Weinqualität beiträgt.

Wenn die Reben groß genug gewachsen sind, werden sie mit Drähten zusammen geheftet. Wachsen die Reben über den Drahtrahmen hinaus wird das Laub geschnitten.

Anfang bis Mitte August werden die letzten Spritzungen und Laubschnitte durchgeführt. Nun reifen die Trauben und warten auf die Ernte. Zuhause werden nun Fässer, Erntemaschine und Kelter überprüft und kommen ab Mitte September zum Einsatz.

Für mich ist die Ernte der Höhepunkt des Weinjahres, fahre ich doch die Früchte meiner Arbeit ein, die gekeltert zu Saft und nach der Gärung zu Wein werden.

 


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