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ÖKOLOGIE
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Frank Bernhart: Handlese
vs Maschinenlese
Argumente für den Trauben(voll)ernter im Ökologischen
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Ich habe einen 10 Jahre alten eigenen
Traubenernter. Die Maschine ist relativ klein, leicht, und trotz
Lowtech (oder gerade deswegen) extrem schonend zu den Reben und
den Trauben.
Bei maschinellen Traubenernten werden
die Trauben mittels Schwingstäben abgeschüttelt. Das ist
so, wie man einen Apfelbaum schüttelt. Zuerst fallen die vollreifen
Früchte, mit zunehmender Intensität der Schwingungen fallen
auch die nicht so reifen Früchte. Dieses Prinzip nutze ich
zur selektiven Lese. Deswegen spreche ich vom Traubenernter und
nicht vom Vollernter. Im abgeernteten Wingert verbleiben dann die
unreiferen Beeren, an den Rappen (Traubengerüst ohne die Beeren).Bei
extremen Bedingungen und bei Spezialitäten, wird natürlich
von Hand gelesen. Da diese Maschine nur bei mir läuft, habe
ich keine Vermischung mit konventionellen Trauben, auch kann ich
den Erntezeitpunkt auf die Minute selbst bestimmen. So ernte ich
immer zur richtigen Reife.
Außerdem macht es mir einen Heidenspaß
hoch über den Reben zu sitzen und die Arbeit eines Jahres selbst
einzufahren.
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